Geschichte der Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg

vor 1970Vor Gründung der Gemeindefeuerwehr waren die Freiwilligen Feuerwehren Götzberg, Henstedt, Ulzburg, Alveslohe, Ellerau, Wakendorf II in der Amtsfeuerwehr Ulzburg vereint.
Die Freiwilligen Ortsfeuerwehren der neugegründeten Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg brachten folgendes Personal und Ausrüstungsgegenstände in die Gemeindewehr ein:

Ortsfeuerwehr Götzberg unter dem Wehrführer Peter Kabel, Brandmeister:
30 aktive Kameraden, 5 Ehrenmitglieder
Ausrüstung der Wehr:
1 TS-Anhänger, 1 Handdruckspritze, 1 Tragkraftspritze 800 l

Ortsfeuerwehr Henstedt unter dem Wehrführer Gerd Fröhlich, Brandmeister:
45 aktive Kameraden, 15 Ehrenmitglieder
Ausrüstung der Wehr:
1 Tanklöschfahrzeug, 1 Löschfahrzeug, 2 TS-Anhänger, 1 Anhängeleiter mit 18 Meter Rettungshöhe, 2 Tragkraftspritzen 800 l und 1600 l. Die Fahrzeuge sind mit Funkgeräten ausgerüstet. Der Ortsfeuerwehr Henstedt angegliedert ist die Jugendfeuerwehr Henstedt mit 18 Jugendfeuerwehrmännern. Jugendgruppenleiter ist Günther Witt.

Ortsfeuerwehr Ulzburg unter dem Wehrführer Hans-Heinrich Schacht, Brandmeister:
38 aktive Kameraden, 5 Ehrenmitglieder
Ausrüstung der Wehr:
1 Tanklöschfahrzeug, 1 Löschfahrzeug 8, 1 TS-Anhänger, 1 Tragkraftspritze 800 l.
Der Ortsfeuerwehr Ulzburg ist ein Musikzug angegliedert, der gemeinsam mit den Musikern der Freiwilligen Feuerwehr Alveslohe musiziert. Alle drei Ortsfeuerwehren bleiben eigenständige Wehren, die gemeinsam die Geschichte der Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg am 1. Januar 1970 begannen.

1970Die in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, 3.692,82 ha groß, 34 m ü NN, mit 9.500 Einwohnern an der Aufbauachse Hamburg-Kaltenkirchen im südlichen Schleswig-Holstein, neu gegründete Gemeindefeuerwehr hält am 17. April 1970 ihre Gründungs-Jahreshauptversammlung ab.
Aus den drei Ortsfeuerwehren Götzberg, Henstedt und Ulzburg sind im Gasthaus Scheelke um 20 Uhr von 102 stimmberechtigten Kameraden 73 anwesend.
Folgende Punkte standen auf der Tagesordnung:
1. Genehmigung der Satzung
2. Wahl des Gemeindewehrführers
3. Wahl des stellv. Gemeindewehrführers
4. Wahl des Schriftführers
5. Wahl des Kassenwartes
6. Ehrungen

zu 1: Bei 5 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen wird die Satzung für die Gemeindewehr angenommen.
zu 2 und 3: Von 73 abgegebenen Stimmen erhielten Hauptbrandmeister Steenbock 63 und Brandmeister Fröhlich 8 Stimmen. 2 Stimmen waren ungültig. Somit ist Hauptbrandmeister Steenbock zum Gemeindewehrführer gewählt. Er nimmt die Wahl an.
Die Abstimmung über die Wahl des stellv. Gemeindewehrführers ergab folgendes Ergebnis:
14 Stimmen für Gerd Fröhlich, 15 Stimmen für Willhelm Götsch, 43 Stimmen für Hans-Heinrich Schacht, 0 Stimmen für Werner Pöhls und 1 Stimme ungültig. Damit ist Brandmeister Schacht zum stellv. Gemeindewehrführer gewählt. Er nimmt die Wahl an.
zu 4: Seitens der Mitgliederversammlung wurde zum Schriftführer vorgeschlagen: Heinrich Hamer, Henstedt. Her Hamer wurde mit 69 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme, 2 ungültigen Stimmen und 1 Enthaltung für die Dauer von 4 Jahren zum Schriftführer gewählt.
zu 5: Zum Kassenwart wurde vorgeschlagen: Ernst Gülk, Götzberg und Heinz Schmuck, Götzberg. Die Abstimmung ergab folgendes Ergebnis:
60 Stimmen für Ernst Gülk, 9 Stimmen für Heinz Schmuck und 4 Enthaltungen. Somit wurde Herr Gülk für die Dauer von 2 Jahren zum Kassenwart gewählt.
zu 6: Von dem Herrn Innenminister des Landes Schleswig-Holstein wurde mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold Ofm Johann Ahrens, Henstedt und mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber Brandmeister Gerd Fröhlich unter dem Beifall der Versammlung von dem Landesbeauftragten Glück ausgezeichnet.
Am 5. September 1970 findet der 1. Gemeindefeuerwehrtag in Henstedt auf dem Sportplatz statt. Ein Großfeuer in Henstedt-Rhen, in der Gaststätte Alsterquelle, zuletzt als Ausländerwohnheim genutzt, stellt die Gemeindefeuerwehr vor ihre erste große Aufgabe. Am 20. November 1970 steht das Gebäude im Vollbrand.

1971Am 9. Dezember wird das alte Feuerwehrgerätehaus in Götzberg abgerissen. Der TS-Anhänger wird bei Landwirt Benno Schümann untergestellt. Am 14. Dezember wird bereits mit dem Bau des neuen Gerätehauses begonnen.
1972Drei Großfeuer halten die Gemeindefeuerwehr in Atem. Zweimal sind Ortswehrführer betroffen. Am 14. April brennt die Kraftfahrzeugwerkstatt Schwerdtfeger in Henstedt-Rhen. Eine Person erleidet Verbrennungen. Am Morgen des 27. Mai brennt das Wohn- und Wirtschaftsgebäude von Peter Kabel nieder. Mächtige Flammen fordern den Feuerwehrmännern das letzte ab. Am 17. Juni brennt am Abend das Wohn- und Wirtschaftgebäude von Hans-Heinrich Schacht nieder. Gerettet werden der Schweinestall, das Hochsilo und der Geräteschuppen.
Die ersten Atemschutzgeräte werden angeschafft. Die Zunahme von Kunststoffen als Baustoff macht die Anschaffung zum Schutz der Feuerwehrmänner gegen giftige Dämpfe und Gase erforderlich.
1973Der Wasserzweckverband Kaltenkirchen-Henstedt-Ulzburg baut das Wassernetz weiter aus. Um alle Hydranten zu erfassen, wird ein Hydrantenplan erstellt.
Zur besseren Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge und Geräte stellt die Gemeindefeuerwehr einen Antrag auf ein zentrales Feuerwehrhaus.
75 Einsätze werden bewältigt, 2 Großbrände. In Henstedt-Rhen brennt der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses. Eine Familie wird obdachlos. Das Wirtschaftsgebäude Böde in Westerwohld brennt bis auf die Grundmauern nieder.
1974Am 26. Februar stirbt nach kurzer Krankheit Gemeindewehrführer Hbm Werner Steenbock. Hans-Heinrich Schacht wird bei nur 3 Enthaltungen ohne Gegenstimme in der Jahreshauptversammlung am 7. Juni 1974 zum neuen Gemeindewehrführer gewählt. Sein Stellvertreter wird Willhelm Götsch.
Der Funksprechverkehr wird durch den Einsatz von UKW Geräten weiter ausgebaut und deutlich verbessert.
Die Fahne der Gemeindefeuerwehr wird am 20. Juli anlässlich des Gemeindefeuerwehrtages geweiht.
1975Bei einem Großfeuer wird das Schützenhaus am 29. März völlig zerstört.
Die Jugendfeuerwehr feiert 10-jähriges Bestehen mit einem großen Brandmanöver.
1976Das Jahr beginnt mit einem verheerenden Orkan in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar, der insgesamt 81 Einsätze erfordert.
Die Gemeinde kauft ein Grundstück an der Ulzburger Straße, jetzt Maurepasstraße, zum Bau eines zentralen Feuerwehrhauses. Die Alarmierung wird durch eine zentrale Sirenensteuerung in der Gemeindeverwaltung verbessert. Jetzt können alle drei Ortswehren gleichzeitig alarmiert werden. Bundesweit wird der Notruf 112 eingeführt. Das Einsatzgeschehen ist durch sehr viele Flächenbrände, an manchen Tagen mussten die Wehren bis zu dreimal ausrücken, geprägt.
1977Der erste Fachwart der Gemeindefeuerwehr wird eingesetzt. Joachim Steenbock wird Funkfachwart.
Zu zwei Großfeuern rückte die Gemeindefeuerwehr aus. Die Scheune von Walter Reineke brennt mitten in dichter Bebauung in Ulzburg. In Henstedt-Rhen brennt durch einen überhitzten Ölofen ein Einfamilienhaus.
1978Baubeginn des Feuerwehrhauses.
1979Die Schneekatastrophe vom 14. bis 18. Februar nimmt alle Kräfte der Gemeindefeuerwehr ununterbrochen in Anspruch. Die Tanklöschfahrzeuge bewähren sich als Schneeräumfahrzeuge. Lebensmittel werden von Feuerwehrfahrzeugen in die Gemeinde geholt.
Der Funkverkehr wird auf 2-m-Geräte umgestellt, um unbeeinflusst von Funkamateuren zu arbeiten. Zur Einführung der stillen Alarmierung werden die ersten elf Funkmeldeempfänger für die Gemeindefeuerwehr angeschafft und in alle Ortswehren vergeben.
Ein Meilenstein wird am 3. November für die Gemeindefeuerwehr gesetzt. Das neue zentrale Feuerwehrhaus in der Maurepasstraße wird eingeweiht und der Feuerwehr übergeben.
Die Gemeinde kauft einen VW-Bus, der von Kameraden der Ortswehr Henstedt in Eigenleistung zum Einsatzleitfahrzeug ausgebaut wird.
1980Die Gemeindefeuerwehr blickt auf 10 Jahre zurück:
117 aktive, 22 Frauen und Männer im Musikzug, 21 Jugendfeuerwehrmänner, 32 Ehrenmitglieder und 322 passive, fördernde Mitglieder gehören ihr an.
Die Ausrüstung umfasst:
5 Löschfahrzeuge, 1 Einsatzleitfahrzeug, 2 Tragkraftspritzen-Anhänger, 4 Tragkraftspritzen, 6 KFZ-Sprechfunkgeräte, 14 Handsprechfunkgeräte, 11 Funkmeldeempfänger, 2 Rettungsscheren, 2 Notstromaggregate und 8 Atemschutzgeräte.
In der Jahreshauptversammlung werden Gemeindewehrführer Hans-Heinrich Schacht, sein Stellvertreter Willhelm Götsch und Schriftwart Heinrich Hamer in ihrem Ämtern auf weitere sechs Jahre gewählt.
Zur Alarmübung am Reitstall Lüttwittmoor in Henstedt-Rhen wird zum ersten Mal über Funkmeldeempfänger und die funkgesteuerte Sirene alarmiert.
1981Die Funkausrüstung wird weiter vervollständigt. Im neuen Feuerwehrhaus wird ein stationäres Funkgerät in dem Funkraum installiert. Das Gerät soll bei jedem Einsatz sofort besetzt sein. Weitere 22 Funkmeldeempfänger werden angeschafft.
1982Die Ortsfeuerwehr Ulzburg feiert 75-jähriges Bestehen.
Das 42 Jahre alte Löschfahrzeug mit TS-Anhänger der Ortsfeuerwehr Henstedt und die Handdruckspritze der Ortsfeuerwehr Götzberg werden in das neu gegründete Feuerwehrmuseum in Norderstedt entliehen.
Ein 15-ha-Flächenbrand in Henstedt-Rhen und viele Wohnungsbrände prägen das Einsatzgeschehen.
1983113 Einsätze halten die Gemeindefeuerwehr in Atem. Viele Brände sind der Hauptanteil.
Anfang Januar brennt eine Wohnbaracke in der Wilstedter Straße völlig ab. Ein Großfeuer vernichtet das Heusilo von Landwirt Heinrich Mohr in Henstedt.
Das Geschäftshaus des Kaufmannes Ernst Cürlis am alten Bahnhof wird durch ein Großfeuer restlos vernichtet.
1984Die Ortsfeuerwehr Götzberg feiert ihr 50-jähriges Bestehen.
Der Musikzug Ulzburg übernimmt Kameraden des Musikzuges Alveslohe, da die Musikkapelle dort aufgelöst wird.
Ein in Eigenleistung unter der Leitung des Funkfachwartes Joachim Steenbock erstellter Hydranten- und Einsatzplan, der über den Funktisch gesteuert wird, und alle für die Feuerwehr wichtigen Einrichtungen in der Gemeinde enthält, wird in der Gemeindewehrversammlung eingeweiht.
Zum ersten Mal werden Führerscheine der Klasse 2 für Feuerwehrmänner durch die Gemeinde bezuschusst.
Die Gemeindefeuerwehr leistet mit allen Fahrzeugen nachbarschaftliche Löschhilfe bei einem Großfeuer der Firma Holz-Sierk in Kaltenkirchen.
1985Jan-Christian Wienandt wird für den ausscheidenden Joachim Steenbock Funkfachwart der Gemeindefeuerwehr.
Durch 11 Großfeuer werden die Ortswehren sehr stark gefordert. Bei einem der Großfeuer, am 18. September, geht mit dem Gebäude vom Ulzburger Wehrführer eines der schönsten reetgedeckten Häuser in Henstedt-Ulzburg in Flammen auf.
Der Einsatz- und Hydrantenplan hat seine erste große Bewährungsprobe sehr gut bestanden. Dieser Plan wurde aufgrund eines Artikels in der Feuerwehrzeitschrift 112 an der Universität in Moskau besprochen. Eine Übersetzung in Deutsch wird der Gemeindefeuerwehr überlassen.

1986

Führungswechsel in der Gemeindefeuerwehr. Gemeindewehrführer Hans-Heinrich Schacht und sein Stellvertreter Willhelm Götsch stellen sich aus Altersgründen nach 12-jähriger Amtsausübung keiner Wiederwahl. In der Jahreshauptversammlung am 16. Mai wird Wilhelm Langbehn mit überwältigender Mehrheit zum Gemeindewehrführer und Wolf-Dieter Fröhlich zu seinem Stellvertreter gewählt.
Schriftführer Heinrich Hamer stellt sich der Wiederwahl und wird mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.
Der Ortsteil Götzberg wird an das Wassernetz des Wasserzweckverbandes Kaltenkirchen-Henstedt-Ulzburg angeschlossen. Flächendeckend werden zur Verbesserung der Löschwasserversorgung Hydranten gesetzt.
1987Eine großangelegte Übung der Gemeindefeuerwehr findet an der Paracelsus Klinik statt.
Bei einem Großfeuer auf dem Gelände der Firma HBI-Betonsteine wird ein Kamerad durch einen 8 Meter tiefen Sturz durch das Dach einer Produktionshalle verletzt.
Das Wohnhaus des Volkssängers Hein Timm im Kirschenweg wird durch ein Feuer stark beschädigt. Große Teile des Gebäudes werden durch die Feuerwehr gerettet.
1988Der Gemeindefeuerwehr wird das erste Fahrzeug zur gemeinsamen Nutzung aller Ortswehren übergeben. Ein Einsatzleitfahrzeug als Ersatz für den VW-Bus der Ortswehr Henstedt, der aus technischen Gründen stillgelegt werden muss.
Zum 1. September wird Michael Hoppe als Hauptamtlicher Gerätewart von der Gemeinde eingestellt. Er wird halbtags tätig.
Die Gemeindefeuerwehr stellt eine Führungsgruppe unter der Leitung von Jan-Christian Wienandt auf.
Um einer Überalterung des Fahrzeugparks vorzubeugen, hat die Gemeindefeuerwehr einen Investitionsplan aufgestellt.
Gerd Hermann wird Fachwart für Gefahrgut der Gemeindefeuerwehr.
In der Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr wird der in Ruhestand getretene Altbürgermeister Heinz Glück zum Ehrenmitglied ernannt. Der neue Bürgermeister Volker Dornquast erledigt seine erste Amtshandlung in der Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr.
1989Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Jubiläen 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Henstedt und 25 Jahre Jugendfeuerwehr, die am 7., 8. und 9. Juli rund um das Feuerwehrhaus gefeiert werden.
In der Jubiläumsversanstaltung am 8. Juli wird der Ortswehr Henstedt als Ersatz für das alte, ausgemusterte Tanklöschfahrzeug ein neues Tanklöschfahrzeug übergeben. Das alte Fahrzeug kommt in das Feuerwehrmuseum nach Norderstedt, wo die Gemeindefeuerwehr Mitglied wird.
Der Fachwart für Gefahrgut der Gemeindefeuerwehr, Gerd Hermann, erarbeitet ein Gefahrgutkonzept nach den Empfehlungen des Kreisfeuerwehrverbandes. Es wird eine Erkundungseinheit aufgebaut.
1990Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg hat jahrelang den höchsten Bevölkerungszuwachs aller Gemeinden des Landes und ist seit 1. Januar 1983 Stadtrandkern erster Ordnung.
Die Feuerwehr hat sich durch verbesserte Ausrüstung, weitergehende Ausbildung in 20 Regeldiensten und 10 Sonderausbildungen, alle zwei Jahre einen 2-Tage-Lehrgang auf Kreisebene, Personalaufstockung und Verjüngung darauf eingestellt.
Die Satzung der Jugendfeuerwehr wird mit dem Zusatz ergänzt "Auch Mädchen werden gleichberechtigt aufgenommen".
Werner Finnern wird für den zurückgetretenen Jan Christian Wienandt Funkfachwart. Auch für den Bereich Atemschutz wird ein Gemeindewehrfachwart eingesetzt. Die Aufgabe übernimmt Ralf Galow.
Auf Initiative der Kameraden Lars Poggensee und Thorolf Taute bildet sich in der Gemeindefeuerwehr eine Restaurierungsgruppe, die zum Ziel hat, alte Henstedt-Ulzburger Einsatzfahrzeuge, die im Feuerwehrmuseum Norderstedt untergestellt sind, in einem guten Zustand zu erhalten.
1991Mit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Usedom auf der gleichnamigen Insel an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern geht die Gemeindefeuerwehr, ebenso wie unsere Gemeinde, eine Patenschaft ein. Erste Kontakte werden durch den Ortswehrführer Rolf Schulz hergestellt. Durch gegenseitige Besuche der Stadt Usedom und der Gemeinde Henstedt-Ulzburg werden bereits Freundschaften geschlossen. Die Begegnungen verlaufen sehr herzlich. Bei der Abreise fließen Tränen.
Mit Betrieben der Gemeinde wird ein Schließsystem eingeführt, das der Feuerwehr erlaubt, ohne Schaden anzurichten, in die Betriebe bei geschlossenen Türen zu gelangen.
1992In der Jahreshauptversammlung werden Gemeindewehrführer Wilhelm Langbehn und sein Stellvertreter Wolf-Dieter Fröhlich mit großen Mehrheiten für weitere 6 Jahre in ihre Ämter gewählt.
Der Schriftwart Heinrich Hamer ist seit Gründung der Gemeindefeuerwehr bereits 22 Jahre im Amt. Er stellt sich keiner Wiederwahl. Die Kameraden ernennen ihn zum Ehrenmitglied der Gemeindefeuerwehr. Zu seinem Nachfolger wählt die Versammlung einstimmig Uwe Asmus.
Am Wochenende des 9. und 10. Mai fahren Bürgervorsteher Horst Schmidt und viele Feuerwehrkameraden mit ihren Frauen und dem ausgemusterten Tragkraftspritzenfahrzeug der Götzberger Wehr zur Patenwehr Usedom und übergeben das Fahrzeug.
Die Gemeindefeuerwehr hat einen Stand auf der HHG-Messe.
1993Das Jahr beginnt mit einer Meisterleistung in der Sylvesternacht um 0:30 Uhr, wie Augenzeugen zu berichten wissen. Die strohgedeckte Kulturkate, Reumann Kate, ist durch Feuerwerkskörper in Brand geraten. Die schnell angerückte Feuerwehr kann das Haus retten. Aus ungeklärter Ursache wurde die Reumann Kate dann am 3. Juni doch noch ein Raub der Flammen.
Im Januar ist die Gemeindewehr durch mehrere Orkane, die über Schleswig-Holstein fegen, Tage und Nächte sehr stark gefordert. Viele Kameraden bekommen wenig Schlaf. Immer wieder sind umgestürzte Bäume zu beseitigen und Dächer oder Baugerüste zu befestigen. Dazwischen brennt eine Wohnung und zweimal sind Menschen nach Verkehrsunfällen aus PKW´s zu retten. Die Grenze der Belastbarkeit der Kameraden ist erreicht.
Am 14. April ist es endlich soweit. Die erste langersehnte Drehleiter DLK 23/12 trifft ein. Es wird ihr ein gebührender Empfang mit allen verfügbaren Martinshörnern und Sekt bereitet.
Der Anbau eines Geräteraumes an das Feuerwehrhaus wird fertiggestellt.
In der Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr wird Stefan Bruhn als Nachfolger von Ernst Gülck Kassenwart. Ernst Gülck stellt sich nach 23 Jahren keiner Wiederwahl. Er wird mit großem Beifall verabschiedet.
Die Objektpläne werden durch Kamerad Jörg Schulze überarbeitet.
Eine neue Satzung der Gemeindefeuerwehr tritt in Kraft.
Die erste Frau tritt ihren Dienst in der Gemeindefeuerwehr, Ortswehr Ulzburg, an.
1994In der Jahrehauptversammlung der Gemeindefeuerwehr wird die Jugendfeuerwehr der Gemeindefeuerwehr unterstellt. Das erfordert die Neuwahl des Jugendfeuerwehrwartes, der dann stimmberechtigtes Vorstandsmitglied im Gemeindewehrvorstand ist. Gewählt wird mit großer Mehrheit Stefan Plaß.
Die Jugendfeuerwehr begeht ihr 30-jähriges Jubiläum im Rahmen des Brandmanövers der Jugendfeuerwehren des Kreises Segeberg bei der Firma Allkauf, mit anschließendem Kommers in der Fahrzeughalle im Feuerwehrhaus.
Ein Aufenthaltsraum im Feuerwehrhaus wird aus Mitteln der Kameradschaftskassen sehr schön ausgestaltet. Aus Haushaltsmitteln der Gemeinde wird die Küche neu eingerichtet.
Alle Kameraden der Gemeindefeuerwehr sind mit Funkmeldeempfängern ausgerüstet.
Die erste gemeinsame Ausfahrt unternimmt die Gemeindefeuerwehr zum Aalessen an die Nordsee.
Erstmalig feiern 16 Kameraden mit ihren Frauen eine alkoholfreie Sylvesterparty im Feuerwehrhaus und sind dabei gleich einsatzbereit. Große Freude bereitet am späten Abend der Besuch des Bürgervorstehers Horst Schmidt, der den Kameraden eine ruhige Nacht und guten Rutsch in das Jahr 1995 wünscht. Um 0:10 Uhr müssen die Kameraden dann zu einem Zimmerbrand in den Heidberg ausrücken.
1994
-
2008
Ist noch in der Ausarbeitung !
Mittwoch, 22. Februar 2012

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